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Bemerkungen zu Schulsystem und Schulkosten in Uganda                                                                  Stand: Frühjahr 2005

 Das Schulsystem

Das Schulsystem hat seine Wurzeln aus der britischen Kolonialzeit Ugandas. Schuluniform ist Pflicht. Jede Schule kann ihre eigene Uniform kreieren. Schulunterricht ist Ganztagesunterricht. Zusätzlich gibt es noch Hausaufgaben.

Die Grundschule (elementary school) dauert 7 Jahre. Daran schließt sich die weiterführende Schule an (secondary school). Nach 4 Jahren gibt es Abschlussprüfungen und wer diese besteht, kann zwei weitere Jahre der weiterführenden Schule besuchen und somit nach insgesamt13 Schuljahren das „Abitur“ erlangen und sich für die Universität bewerben.

 Schulpflicht: Anspruch und Wirklichkeit

Vielen sind die Möglichkeiten einer guten Schulbildung verwehrt. Grundsätzlich besteht Schulpflicht für Kinder unter 15 Jahren. Jeder Einwohner hat Anspruch auf 7 Jahre Unterricht. Daher sieht man gelegentlich Erwachsene die Schulbank drücken, denen dies als Kind verwehrt war. Vielen Kindern ist der regelmäßige Schulbesuch auch heute noch unmöglich, teils weil sie aktiv zum Lebensunterhalt beitragen oder auf jüngere Geschwister aufpassen müssen, teils weil ihre Angehörigen das Geld für den Schulbesuch nicht aufbringen können.

 Schulkosten für ein Kind

 Der ugandische Staat unterstützt die Familien. Die Gebühr für die öffentliche Grundschule wurde abgeschafft. Die Regierung zahlt einer Schule 9000 Schilling/Jahr (etwa 5 €) für jedes Schulkind. Das ist zu wenig. Daher ist die Qualität des Schulunterrichts seit Abschaffung der Grundschulgebühr gesunken. Die Schulen erheben trotzdem noch Nebengebühren. Auch die Schuluniform und Materialien kosten Geld. Wir fördern bedürftige Kinder in einfachen Dorfschulen mit einem Zuschuss von 35 Euro pro Jahr. Auch einige Kinder in weiterführenden Schulen mit Internat fördern wir.

 

Schulen im Wettbewerb

Schulen stehen, besonders in den Städten, in großem Wettbewerb miteinander. Der Staat stellt zum Beispiel etwa 1/3 der Schulplätze an weiterführenden Schulen. Die anderen entfallen auf kirchliche und private Schulen.

Die Lehrergehälter waren 2005 staatlich auf 120.000 Schilling/Monat festgesetzt (derzeitig etwa 60 €). Viele städtische Schulen, insbesondere bessere Schulen legen noch einmal etwa 200.000 Schilling drauf. Daher haben sie es leichter, ausgebildete und motivierte Lehrer zu erhalten.

80 Schüler in einer Klasse sind selbst in Privatschulen der Städte häufig anzutreffen.

Viele Schulen unterrichten ohne Bücher, ohne geeignetes Klassenzimmer. Das Schulniveau ist entsprechend.
In der Grundschule wird englisch als Fremdsprache unterrichtet. In der weiterführenden Schule ist englisch Unterrichtssprache. Für Kinder aus Dorfschulen - eine fast unüberwindbare Hürde. Das Schulniveau in Internaten ist meist deutlich höher.

 Die Universität in Uganda bemüht sich um gut ausgebildete Lehrer. Sie hat es aber bei dem Bevölkerungswachstum und dem geringen Lehrergehalt an Dorfschulen sehr schwer.

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