Uganda-Freundeskreis e.V.
 
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Aktuelles zum Downloaden: Rundbrief November 2008   Briefe aus Uganda

Unsere 5 Projekte:

Kinderpatenschaften        Solarhilfe        Kuhprojekt       Hilfe für kriegsgeschädigte Kinder in Norduganda

KINDERPATENSCHAFTEN

 

Politische Auseinandersetzungen mit Kriegsfolgen, Krankheiten wie Malaria, HIV und Unfälle haben viele Eltern vorzeitig sterben lassen. Sehr viele Kinder leben als Waisen oder Halbwaisen.

Ohne Lesen, Schreiben, Rechnen, Englisch (Amtssprache) bleibt ihre Zukunft düster.

Wir helfen Kindern, sich selbst zu helfen durch:

Kinderpatenschaften, die der Verein vermittelt, um so den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien zu ermöglichen und zu sichern. Als Pate geben Sie einen Zuschuss, der Schulbesuch oder Ausbildung ermöglicht.

Dabei gelten folgende Verfahrensregeln:
  
1. Die Auswahl der Kinder und Jugendlichen treffen die Freunde in Uganda nach Möglichkeit gemeinsam mit Vertretern des Vereins. Dabei ist die Bedürtigkeit festzustellen, im Kinderbogen zu dokumentieren und in einem benötigten Jahresbetrag auszudrücken, der erforderlich ist, um den Schulbesuch zu sichern.
2. Patenschaften entstehen durch die Bereitschaft eines Freundes, für ein Kind den erforderlichen Jahresbetrag zu übernehmen. Er wählt das Kind in der Regel anhand der Kinderbögen aus.
3. Die Paten können mit ihren Patenkindern bzw. ihrer Familie persönlichen Kontakt aufnehmen. Das geschieht in der Regel nach Rücksprache mit den zuständigen Vereinsvertretern. Übersetzungshilfen sind möglich.
4. Die Vertreter des Uganda-Freundeskreis e.V. besuchen nach Möglichkeit die Patenkinder, pflegen Kontakte zu Eltern oder Pflegeeltern und Lehrern und berichten den Paten.
5. Die Patenschaft endet, wenn die Bedürftigkeit entfällt oder der Nachweis über ordungsgemäße Durchführung nicht erbracht wird. Der Pate erhält Nachricht und die Zahlungen werden eingestellt.
Beispiel: 35 € kann ein Kind ein Jahr lang die Grundschule seines Dorfes besuchen.


Specioza, die mit Hilfe einer Patin 2005 die Schule besucht,  steht stellvertretend für weitere Kinder, die sich über einen Schulbesuch freuen würden:

Die elfjährige Halbwaise mit Eiweißmangelkrankheit besucht aus Geldmangel erst die 3. statt die  5. Klasse. Ihrem Stiefvater bedeutet sie nichts. Durch eine Patenschaft (35 € im Jahr) könnte sie die Elementarschule im Dorf beenden. Gerne ginge sie auch ins Internat (25 € im Monat).

Mehr zum Schulsystem in Uganda

 

SOLARLAMPEN

Installation der Solarlampe in Büleegen Die Familie ist stolz und dankbar für die Solarlampe, die die Kerosinlampe weitgehend ersetzt.

Solarlampen bringen Licht in die Hütten der Dörfer. Die Kinder kehren gegen 17 Uhr aus der Schule zurück, holen Wasser und Holz. Solarlampen ermöglichen ihnen, in den Abendstunden zu lesen und zu lernen, da es gegen 19 Uhr bereits dunkel ist. Die bisher verwendeten Kerosinlampen sind teuer, gesundheitsschädlich und geben wenig Licht. Auch die Petroleumlampen sind nicht gesundheitsfördernd.
Die ersten Kälbchen wurden bereits weitergegeben.

 

KUHPROJEKT

Peter Ntulume bei der Fellpflege seiner Kuh Familie Kadijah Kyazike mit ihrer jungen Kuh

Eine bedürftige Familie erhält eine einheimische Kuh. Dies bedeutet hochwertige Kindernahrung und ein bescheidenes Einkommen. Zwei ihrer Kälber werden im Schneeballsystem an die nächste bedürftige Familie (ausgewählt von der Dorfgemeinschaft) weitergegeben. Die Familie bringt als Eigenleistung einen Stallbau aus Holz und Bananenblattfasern ein und nimmt an einer Schulung für Kuhhalter teil.
Die ersten Kälbchen wurden bereits weitergegeben.


NOTHILFE   FÜR   EHEMALIGE KINDERSOLDATEN

Der 16jährige Geoffray freut sich, dass er seine Finger wieder zugeheilt sind und er sie sogar zum Greifen einsetzen kann. Rebellen hatten schlimmer gehandelt als man es sich vorstellen möchte: Sie hatten ihm alle Finger abgehackt. 

Im Gespräch mit Comboni - Pater Gerner heilt auch die Seele - ganz, ganz langsam zwar, aber sie heilt.

  
Leider herrscht im Norden Ugandas Bürgerkrieg - schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Ohne Eröl- und Goldvorkommen oder ähnliches dringen kaum Berichte darüber an die Öffentlichkeit.

Ehemalige Kindersoldaten, die grausam zum Töten gezwungen wurden und Waisenkinder, deren Eltern im Bürgerkrieg gestorben sind - sie alle brauchen besondere Zuwendung. Sie brauchen Perspektive, Schulbildung und auch Ausbildung, um Mut zu bekommen für ein neues friedliches Leben in Würde. Wir unterstützen vertrauenswürdige Personen in Norduganda, die für diese Kinder sorgen. Sie bieten ihnen Schulbildung und bei Bedarf auch Unterkunft und Nahrung. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist überlebenswichtig.

Leseempfehlungen: Autobiografien von ehemaligen Kindersoldaten
 
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China Keitetsi: Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr. Mein Leben als Kindersoldatin. Ullstein-Verlag, 2003.
China meldete sich freiwillig als Kindersoldatin in Uganda
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Senait G. Mehari: Feuerherz. Droemer, 2004
Senait wurde von ihrem Vater zu den Kindersoldaten gesteckt in Eritrea.

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